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Ein Baby ist unterwegs und die Freude ist riesig. Doch aus Unsicherheit kommen selbstverständlich auch Fragen auf: Wie wird bloß der Hund auf das neue Familienmitglied reagieren? Wie kann man Probleme bereits im Vorfeld weitestgehend vermeiden? Bestenfalls sollte der Hund bereits vor der Geburt des Kindes einige Dinge langsam erlernen bzw. schon als selbstverständlich ansehen. Denn natürlich wird es immer Momente geben, wo für den Hund einfach mal weniger Zeit da ist. Aber darauf sollte er idealerweise schon im Vorfeld vorbereitet werden, so dass er damit gut umgehen kann und sich nicht als Folge ausgeschlossen zurückzieht und dann gefrustet oder gestresst reagiert. Wenn schon vor der Geburt sinnvoll, stressfrei und positiv mit dem Hund trainiert wird, z. B. … dass der Alltag nicht immer gleich sein kann, sondern auch mal Abweichungen auftreten können dass er nicht immer die volle Aufmerksamkeit seiner Menschen haben kann, sondern es auch passieren kann, dass sie mal weniger Zeit für ihn an einem Tag haben … wird der Hund in der Regel mit der veränderten Situation besser klarkommen. Für den Hund soll sich durch einige leichte Anpassungen und Optimierungen im Alltag nicht von heute auf morgen das ganze Leben verändern. Sondern einige Dinge werden sich schleichend ändern und angepasst an die bevorstehende neue Familiensituation. Der Hund soll erfahren, dass seine Menschen trotz aller Veränderungen für ihn immer noch verlässliche Partner sind, er auch künftig ein Familienmitglied ist bzw. sein wird und er weiterhin am alltäglichen Leben teilhaben darf und soll. Auch wenn Tabuzonen o. ä. geschaffen werden sollen, wäre jetzt die angemessene Zeit dafür. Es ist daher sinnvoll, sich schon während der Schwangerschaft darüber Gedanken zu machen und es entsprechend rechtzeitig vor der Geburt des Kindes umzusetzen. Wenn ein Zimmer oder das Sofa beispielsweise tabu sein soll, macht es Sinn dieses nun schon mit dem Hund zu üben. Der Hund sollte auch beispielsweise vor der Geburt des Kindes bereits lernen, dass es nicht immer pünktlich auf die Minute Futter gibt oder zu einer bestimmten Zeit ein Spaziergang ansteht. Denn eine gewisse Flexibilität (z. B. ein bestimmter Zeitrahmen) ist sinnvoll, weil sie im Alltag mit Kind ebenfalls erforderlich sein wird.   Manchmal kann dann auch einfach die Zeit für einen langen Spaziergang fehlen, der Hund sollte jedoch in diesem Fall trotzdem nicht zu kurz kommen: Es können z. B. auch schon vorab spannende Suchaufgaben im Haus oder Garten mit dem Hund geübt werden oder Aktivitätsspielzeuge unter menschlicher Aufsicht genutzt werden. Suchspielmöglichkeit für den Garten    Beispiele für Aktivitätsspielzeug (Anwendung unter menschlicher Aufsicht sinnvoll)   Insbesondere wenn tatsächlich mal weniger Zeit am Tag für ausgiebige Spaziergänge vorhanden ist, stellt diese Form der Beschäftigung eine schöne Alternative für den Hund (und auch den Menschen) dar. Auch ist es von Vorteil, wenn der Hund im Vorfeld lernt, dass es Ruhepausen gibt, in denen keine Aktivitäten mit ihm anstehen und ihm auch keine besondere Aufmerksamkeit der Menschen geschenkt wird. Praktischerweise erlernt er hierfür ein bestimmtes Wort oder Zeichen, dass ihm signalisiert dass nun für ihn „Pause“ angesagt ist. Ebenso sollte man mit dem Hund trainieren, dass er mit Freude (anstatt z. B. zurückgewiesen und auf seinen Platz „abgeschoben“ zu werden) einen bestimmten Platz aufsucht. Idealerweise wo er auch später entspannt ruhen und sich bei Bedarf auch selbst beschäftigen kann. Vor allem für diese Zeit ohne menschliche Beschäftigung kann der Hund lernen, dass es wunderbare (alternative) Beschäftigungsmöglichkeiten gibt: Sich selbst zu beschäftigen wie z. B. mit Aktivitätsspielzeugen (die für die solitäre Nutzung geeignet sind) oder mit vom Menschen erstellten Futterpaketen: Er erhält das Futter, indem er je nach Gegenstand diesen immer wieder eigenständig stupsen, rollen oder werfen oder das Futter auspacken oder auslecken muss. Ebenfalls kann der Hund in der Zeit vor der Geburt schon durch das sogenannte Trickdogging sinnvolle Aufgaben erlernen. Denn Tricks sind nicht nur eine schöne mentale Abwechslung und Auslastung, sondern machen den meisten Hunden sehr viel Spaß, stärken die Bindung zum Besitzer und sind für diesen sogar oft praktisch und hilfreich. Helfende Aufgaben in der Schwangerschaft können z. B. sein: Altpapier wie Zeitungen / Zeitschriften wegräumen Socken, Schal, Handschuhe, Mütze, Hose, Jacke etc. ausziehen Schnürsenkel aufziehen Pantoffeln / Schuhe bringen oder wegräumen Tasche bringen Gegenstände anreichen, die herunter gefallen sind Spielzeug wegräumen Wäsche in den Wäschekorb legen / aus dem -korb angeben / in die Waschmaschine räumen          Je früher der Hund durch einige Anpassungen lernt, dass es für ihn keine negative Veränderung bedeutet, wenn ein Baby in die Familie kommt, desto besser und auch entspannter kann er normalerweise lernen damit umzugehen.
28.09.2015
Daniela Künnemann
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Einige Anpassungen im Umfeld eines Tieres können so viel verändern... Und oft sogar die Abgabe aus purer Verzweiflung verhindern! Eben habe ich einen Anruf von einer Kundin erhalten... Hintergrund: Der Hausbesuch liegt nun ca. 8 Wochen zurück. Der Kater hatte den Tod seiner Vorbesitzerin offensichtlich nicht verarbeitet und war generell sehr unzufrieden, was sich u. a. mit starker Unsauberkeit (Urin und Kot) äußerte. Auch bei der Vorbesitzerin war er nie komplett sauber. Die Familie war sehr verzweifelt, auch die Abgabe des Tieres wurde von ihnen in Betracht gezogen. Der Kater bekam von den Besitzern sozusagen durch meine Beauftragung mit dem "Fall" die letzte Chance. Während der Beratung vor Ort flossen Tränen, die Nerven der Besitzer lagen einfach blank. Ich musste trösten und echte Überzeugungsarbeit leisten, dass wir den Kater wieder stubenrein bekommen können. Jetzt das Freudige: Durch die individuellen Managementmaßnahmen und eine individuelle Bachblütenmischung benutzt der Kater nun seit einiger Zeit zu 100 % seine Toilette(n). Die Besitzer sind glücklich und das Katerchen augenscheinlich auch. Es ist unbeschreiblich schön, Mensch und Tier zu ihrem Glück zu verhelfen!
24.08.2015
Daniela Künnemann
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GESCHAFFT! Drei Jahre lang habe ich viel Zeit für den Lehrgang verbracht. Nun hat es sich ausgezahlt, denn am vergangenen Samstag habe ich die umfangreiche Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Ich bin froh, dass die harte Zeit des Lernens erst einmal vorbei ist und ich mich nun der Umsetzung des Erlernten widmen kann. Auf diese neue Möglichkeit, die sicherlich auch eine neue Herausforderung darstellt, freue ich mich nun sehr.
Daniela Künnemann Tierpsychologin (ATN) Tierheilpraktikerin für Tierhomöopathie (ATN) Hundegesundheitstrainerin (ATM)
Sachsstraße 1
48431 Rheine
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